Grow-Upgrade: Warum das richtige System den Unterschied macht

Grow-Upgrade: Warum das richtige System den Unterschied macht

Bewässerungssysteme im Vergleich: Das Fundament für maximalen Ertrag.

Die Wahl des richtigen Bewässerungssystems ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Zelt. Sie beeinflusst nicht nur den täglichen Arbeitsaufwand, sondern direkt die Nährstoffaufnahme und das Bodenleben. Ob klassisch mineralisch oder biologisch auf Living Soil – jedes System hat seine Berechtigung. Hier ist die Analyse der gängigsten Methoden für den modernen Anbau.

1. Manuelle Bewässerung: Handarbeit mit Gefühl

Die Gießkanne bleibt für viele der Einstieg. Man hat jede Pflanze einzeln im Blick und entwickelt ein Gespür für das Gewicht der Töpfe.

  • Vorteile: Keine technischen Fehlerquellen, kostengünstig, individuelle Kontrolle pro Pflanze.

  • Nachteile: Extrem zeitintensiv, unregelmäßige Feuchtigkeitszyklen können Stress verursachen.

  • Eignung: Ideal für Living Soil. Da organische Systeme einen Puffer haben, verzeihen sie kleine Schwankungen beim Gießen besser als Hydro-Systeme.

2. Automatische Tröpfchenbewässerung: Präzision und Zeitersparnis

Ein System aus Reservoir, Pumpe und Kapillaren, das Wasser tröpfchenweise an die Basis der Pflanze abgibt.

  • Der Living Soil Faktor: Entgegen der oft verbreiteten Meinung ist die Tröpfchenbewässerung hervorragend für Living Soil geeignet. Mikroorganismen benötigen eine konstante Feuchtigkeit, um optimal zu arbeiten. Durch die Automatisierung wird das Substrat nie ganz trocken, was die biologische Aktivität (Mikroben & Mykorrhiza) maximiert.

  • Mineralische Nutzung: Hier erlaubt das System z.B. eine "High Frequency Fertigation" – also viele kleine Fütterungen über den Tag verteilt, was bei Medien wie Kokos zu massivem Wachstum führt.

  • Wichtig: Um Verstopfungen zu vermeiden, sollte bei Living Soil in der Regel nur klares Wasser durch die Leitungen fließen.

Beispiel: Spider Farmer Drip Irrigation Set

3. Kapillarsysteme (Docht-Prinzip)

Systeme, die das Wasser über Schwerkraft oder Dochte von unten in den Topf ziehen.

  • Vorteile: Stromlos, leise und absolut urlaubstauglich.

  • Nachteile: Bei rein mineralischer Düngung können sich Salze an der Oberfläche anreichen, da der reinigende Effekt von oben fehlt.

  • Eignung: Funktioniert gut für beide Welten, erfordert aber eine genaue Überwachung des Substratzustands.

Beispiel: Spider Farmer Gravity Bewässerungssystem

4. Deep Water Culture (DWC): Die Königsdisziplin

Die Wurzeln hängen direkt in einer hochbelüfteten Nährlösung. Es gibt kein festes Medium außer einem Netztopf mit Blähton.

  • Vorteile: Maximale Sauerstoffversorgung führt zu explosionsartigem Wachstum.

  • Herausforderung: Es gibt keinen Puffer. Fehler bei pH- oder EC-Werten rächen sich sofort.

  • Eignung: Rein mineralische Düngung. Dies ist das Spezialgebiet für Grower, die volle Kontrolle suchen. Tools wie der EC-Calculator und der NutS-Calculator sind hier essenziell, um das System stabil zu halten.

Beispiel: Spider Farmer DWC System

Methode

Mineralisch (Effizienz)

Living Soil (Biologie)

Manuell

Möglich (Drain-Management!)

Empfohlen für volle Kontrolle

Tröpfchen

Ideal für konstante Nährstoffe

Top für aktives Bodenleben

DWC / Hydro

Das Nonplusultra

Nicht geeignet

 

Fazit: Daten schlagen Bauchgefühl

Egal ob automatisiertes Living Soil oder High-Tech DWC: Wer seine Werte kennt, erntet besser. Das Ziel von eacygrow ist es, die technologische Basis zu liefern, um besonders die mineralische Düngung zu perfektionieren und Verschwendung zu eliminieren. Durch präzise Berechnungen wird der Anbau smarter, effizienter und datengesteuert.

_Blog-Mob

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.